7: Gewerkschaft Vereinigte Engelsburg
MASCHINENSCHACHT
1834 -1848

Als sich die Kohlenvorräte im Storksbänker Stollen im Jahre 1829 erschöpften,
schlossen sich dessen Gewerken mit denen von weiteren Berechtsamen zu einer
neuen konsolidierten Gewerkschaft Vereinigte Engelsburg zusammen, die
dann gemeinsam die Kohlenvorräte unterhalb der Sohlen der alten Stollen im
Tiefbau abbaute.
1834 begann man, an dieser Stelle einen seigeren Tiefbauschacht abzuteufen.
Im Jahre 1835 war bei einer Teufe von 56 m die erste Tiefbausohle erreicht; der
Abbau der Flöze der unteren Fettkohlenschichten begann.
Der Schacht wurde - damals noch eine Seltenheit - mit Dampfmaschinen für die
Förderung und Wasserhaltung ausgestattet und erhielt daher den Namen Maschinenschacht.
Diese Dampfmaschinen waren die ersten, die im Wattenscheider
Raum betrieben wurden. um 1835 baute man eine fast 2 km lange Pferdebahn
zu der von Bochum nach Essen führenden Chaussee etwa zur heutigen
Straßeneinmündung der Engelsburger Straße in die Essener Straße. Dort befand
sich eine größere Kohlenniederlage. Von diesem Sammel- und Lagerplatz wurde
die Kohle in Pferdekarren oder in Körben und Sacken auf Pferderücken über
Land gebracht.
Als man im Jahre 1848 in unmittelbarer
Nachbarschaft den tieferen Schacht
Hector in Betrieb genommen hatte,
wurde der Maschinenschacht stillgelegt.
Noch heute steht hier das zum
Wohnhaus umgebaute, langgestreckte
Schachthaus, in dem die Förder- und
Wasserhaltungsmaschinen untergebracht
waren.
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