5: Gewerkschaft Vereinigte Engelsburg
ZECHE ENGELSBURG
1873 - 1961
In östlicher Richtung - etwa 1,5 km von dieser Stelle entfernt - befanden sich nahe der
Essener Straße die Schächte und Tagesanlagen der Zeche Engelsburg.
Schon 1829 haben sich mehrere Stollenbesitzer zur Gewerkschaft Vereinigte Engelsburg
zusammengeschlossen, um ihre Grubenfelder, in denen sie seit 1738 im Umkreis
von 800 m Kohle förderten, mit neuen Techniken in größeren Teufen besser
nutzen zu können. Mit dem Zentralschacht Engelsburg 1 - mit dessen Abteufen 1873
begonnen wurde - entwickelte sich eine moderne Großschachtanlage, die im Jahre
1961 stillgelegt wurde. Zunächst wurde Fettkohle für die Kokserzeugung im Bochumer
Verein, später Esskohle für Hausbrand und Industriefeuerungen gefördert. In
Form von Briketts wurde die Esskohle unter anderem auch für Befeuerung von Dampflokomotiven
verwendet.
Die Fördermengen schwankten: Die höchste Jahresförderung wurde im Jahre 1929
mit 869 000 Tonnen bei einer Belegschaft von 2 500 Mann erzielt. Die Kohlegewinnung
erfolgte von sieben Sohlen aus. Die größte Schachtteufe betrug etwa 900 m.
Die Schachtanlage Engelsburg im Jahre 1930 von Osten her gesehen. Links
der Malakoffturm, der nachträglich mit einem Strebengerüst versehen worden
ist.
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